Warum Kopfrechnen für Jugendliche so wichtig ist

Kopfrechnen-Fotalia

von Marcel Liechti, Mathe-Coach & Gehirntrainer

Mathematik lässt sich durch gezieltes Gehirntraining verbessern

Häufig hängen schlechte mathematische Leistungen mit einem schwachen Arbeitsgedächtnis zusammen, das zeigen mehrere Studien der modernen Hirnforschung. Die Konsequenz daraus: Wird das Arbeitsgedächtnis trainiert und verbessert, steigern sich die logisch-mathematischen Leistungen ebenso. Warum das so wichtig ist zeigt der folgende Artikel…

 

 

9 goldene Tipps zum Studienstart

Liebe(r) „Ersti“! Genau an diesen Namen solltest Du Dich in der nächsten Zeit gewöhnen. So werden nämlich alle „frischen“ Studenten, die sich im Erstsemester befinden, liebevoll genannt. Ich beglückwünsche Dich zu Deiner Entscheidung, ein Mathematik- oder Physik-Studium aufzunehmen. Ich, ein erfahrender Mathe-Coach, möchte Dir hier eine kleine Einstiegshilfe zur Hand geben. Versuche, die folgenden Tipps in die Tat umzusetzen, um dein Studium erfolgreich abzuschließen.

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Tipp 1: Sei offen!

Studienbeginn: Dein erster Tag an der Hochschule. Alles ist neu. Einen richtigen Plan hast Du noch nicht. Das macht aber nichts, denn: Damit bist Du nicht allein. Schau Dich um. Alle diese jungen Menschen sitzen im gleichen Hörsaal und machen sich die gleichen Gedanken wie Du. Sei neugierig und sei offen für die Menschen um Dich herum und für Dein neues Leben. Alles andere wird sich mit der Zeit schon erklären und irgendwann zur absoluten Normalität werden.

Tipp 2: Finde Anschluss!

Bestimmt hast Du schon viele Geschichten über berühmt-berüchtigte Studentenpartys gehört. Und genau so, wie man alleine nur sehr schwer feiern kann, kann man alleine ein ganzes Studium durchziehen. Such Dir (oder gründe) eine Lerngruppe, am besten mit Leuten auf einem ähnlichen Kenntnis-Niveau und mit ganz viel gegenseitiger Sympathie. Mit so einer Lerngruppe kann man schließlich auch seine Freizeit verbringen. Und falls es dann doch mal ein bisschen komplizierter wird, zögere nicht, Dir einen professionellen und fähigen Mathe-Coach zu suchen. Eine gute Adresse ist diese: www.mathematik-lernen.ch

Tipp 3: Mach die Aufgaben!

Kurz und knackig: bearbeite IMMER die Übungszettel. Keine Ausrede, kein Abschreiben. Wenn es alleine nicht funktioniert, diskutiere mit Deiner Lerngruppe. Einfach machen, um einen soliden Grundstein für später zu legen.

Tipp 4: Frag!

Was immer Du wissen möchtest, was immer Du wissen musst, was immer Du wissen kannst: Stelle Fragen bis zum Umfallen! In der Sprechstunde der Professoren oder per Email, in Vorlesungen oder anderen Veranstaltungen. Niemand wird Dich verurteilen, niemand wird von Dir genervt sein!

Tipp 5: Freunde Dich mit Fachliteratur an!

Kein Prof ist perfekt, nicht immer kommt man mit der Art klar, wie ein anderer Sachverhalte erklärt. Nutze also Fachliteratur, wenn du tiefer in ein mathematisches oder physisches Thema einsteigen willst. Klingt öde, ist aber einfach notwendig, da während eines Studiums leider absolut nichts auf dem goldenen Tablett serviert wird.

Tipp 6: Achte auf Deine Freizeit!

Ja, ganz genau, ganz wichtiges Thema! Ein Mathe- oder Physikstudium ist nicht nur zeitlich sehr intensiv, sondern gerade zum Studiumanfang auch ziemlich anstrengend. Genau deswegen solltest Du immer dafür sorgen, genug Freizeit zu haben, um Dir einen Ausgleich zu schaffen. Geh raus, treibe Sport, triff Dich mit Freunden und tu, was immer Dir Spaß macht. Die Bücher und Aufgabenzettel laufen nicht vor Dir weg.

Tipp 7: Sei ehrlich zu Dir selbst!

Solltest Du feststellen, dass Du Dich seit Studienstart einfach nur noch von Tag zu Tag quälst und einfach absolut keine Lust mehr hast, Dich mit Mathe oder Physik zu beschäftigen, dann solltest Du absolut ehrlich zu Dir selbst sein und – in aller Ruhe und ohne vorschnelle Entscheidungen – über einen Studiengangwechsel nachdenken.

Tipp 8: Lerne konstant!

Lernen musst Du von Anfang an bis zum bitteren Ende. Lernen, lernen, lernen. Während der Vorlesungen zuhören, die Inhalte zu Hause oder in Deiner Lerngruppe nacharbeiten, fehlende Infos aus der Fachliteratur beziehen und die geliebten Übungsblätter durcharbeiten. Alles andere hilft Dir bei Prüfungen und Klausuren leider nicht weiter.

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Tipp 9: Denke über einen Mathe-Coach nach!

Solltest Du irgendwann irgendwelche Schwierigkeiten bemerken, insbesondere zu Beginn des Studiums, zögere nicht, Dir einen erfahren Mathe-Coach zu suchen. Lieber zu früh, als zu spät. Achte darauf, dass er pädagogisch erfahren und prüfungserfahren ist. Dann bringt ein Coaching nur Vorteile (effizientes, konkretes und prüfungsrelevantes Lernen, Fokussierung, Arbeitserleichterung, Zeitersparnis)

So, ich denke, Du bist nun gut gewappnet, um die erste Zeit an der Uni bzw. ETH erfolgreich zu bestehen und zu überstehen. Bleib positiv und glaube an Dich! Ich wünsche Dir maximalen Erfolg!

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Zum Wettbewerb

Für Mathematik ist das Arbeitsgedächtnis wichtiger als der klassische IQ

Marcel Liechti, Gehirntrainer GfG, Master of Mathematics UZH

In einer wissenschaftlichen Studie an der Universität California wollte man herausfinden, welche Bedeutung der Arbeitsgedächtniskapazität (engl. working memory) bzw. die kognitiven Fähigkeiten bzw. flüssige Intelligenz oder flüssiger IQ für den Lernerfolg in den grundlegendsten Schulfächern in der Unter- und Oberstufe der Volksschule hat.

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Konkret: Lesen, Textverständnis, Rechtschreibung und Rechnen. Man untersuchte fast 200 Schüler im Alter von 8 bis 13 Jahren über einen Zeitraum von zwei Jahren. Wieder prüfte man deren Arbeitsgedächtnis und IQ und verglich dann diese Werte mit den oben erbrachten Schulleistungen in den erwähnten vier Bereichen. Bei der Analyse der gemessenen Daten und dem Vergleich des Arbeitsgedächtnisses mit dem IQ bestätigte sich klar, dass der klassische IQ sehr wenig zur Leistungsvorhersage beitrug.

Das Arbeitsgedächtnis ist ein verlässlicher Prädiktor

Dagegen erwies sich das Arbeitsgedächtnis als verlässlicher Prädiktor der Schulerfolgsvoraussage. Ein gutes Arbeitsgedächtnis war der entscheidende Vorteil, der den Schülern zu guten Noten verhalf – unabhängig von ihrem sozialen Status. Diese Erkenntnisse sind Aufsehen erregend. In diesem Aufsatz werden wir den Hintergrund beleuchten und zeigen was dies für den zukünftigen Schulunterricht bedeutet.

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Während längerer Zeit galt der klassische IQ als einziger sicherer Prädiktor(Faktor der Vorhersage) für zukünftigen Schulerfolg. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Tracy Alloway der Universität California, kurz: FTAUC, hat dies nicht nur in Frage gestellt, sondern bewiesen, dass dies falsch ist!

In einer ausführlichen Studie an 200 Jugendlichen zwischen 8 und 13 Jahren wurde durch die FTAUC bewiesen, dass das Arbeitsgedächtnis als verlässlicher Prädiktor für die zukünftigen erzielten Leistungen gilt und nicht der klassische IQ. Erstaunlich ist, dass die Voraussage zu nahezu 95% eintraf. Die Studie wurde dadurch erhärtet, dass die Voraussage auch nach rund 6 Jahren immer noch zutraf.

Die Kernaussage der Studie sagt folgendes: Jugendliche mit hohem klassischen IQ-Werten hatten kaum Vorteile gegenüber solchen, die eher durchschnittliche IQ-Werte besaßen, jedoch ein gutes Arbeitsgedächtnis. Klar im Vorteil sind durchwegs Schüler, die ein gutes Arbeitsgedächtnis besitzen.

An einem Beispiel soll erläutert werden wie sich die unterschiedlichen Kapazitäten des Arbeitsgedächtnis auswirken können.

Arbeitsgedächtniskapazität: Ein Beispiel

Nehmen wir zwei Schüler Marco und Marcel, beide mit einem überdurchschnittlichen IQ. Sei Marco der Schüler, der wesentlich eine geringere Arbeistgedächtniskapazität hat als Marcel. Das heißt der flüssige IQ von Marco ist geringer als der von Marcel.

Beide erhalten die Aufgabe auf der Basis der Satzgruppe des Pythagoras (konkret: Satz von Pythagoras, Höhensatz und Kathetensatz=Satz von Euklid) zwei sogenannte eingekleidete Aufgaben (Satzaufgaben) zu verstehen und das Vorgehen zu einer möglichen Lösung erklären. Beide Schüler können den Inhalt der drei Sätze formal etwa gleich wiedergeben. Das erzielte Resultat ist jedoch typisch: Während Marcel schnell den Inhalt und die korrekte Interpretation der Sätze in der Textaufgabe wieder erkennt und folglich auch zügig lösen, sowie am Schluss auch verständlich erklären kann, hat Marco bereits Mühe den Inhalt der Aufgabe zu verstehen und den Zusammenhang mit den vorgegebenen Sätzen zu erkennen. Marco konnte auf Anhieb auch keine Lösung erarbeiten und anschliessend nur mit Mühe das Resultat erklären.

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Das leistungsstärkere Arbeitsgedächtnis von Marcel erlaubt diesem die Aufgabe effizient zu lösen und auch zu erklären, wobei Marco dies nur mit großer Mühe kann und dies auch viel umständlicher. Dem aufmerksamen Lehrer fällt auf, dass genau diese Fähigkeiten zu vermitteln die große Herausforderung im Schulzimmer ist.
Das Team FTAUC fordert aus den gemachten Erfahrungen im Klassenzimmer das Arbeitsgedächtnis intensiv zu fördern und zu trainieren.

Arbeitsgedächtnis und Lernstörungen

Wo auch immer Sie in einem Klassenzimmer auftauchen, Sie werden wahrscheinlich immer ein bis zwei Schüler antreffen, die Lernstörungen aufweisen. Zu diesen Lernstörungen gehören vor allem ADHS, Dyslexie und Autismus. Alle drei Lernstörungen haben eine gemeinsame Basis: ein leistungsschwaches Arbeitsgedächtnis. Der Zusammenhang zwischen Lernstörungen und Arbeitsgedächtnis ist hoch komplex, was auch das FTAUC-Team erfahren musste. Viele Forschergruppen arbeiten intensiv an den Kausalitäten und Ursachen dieses Zusammenhangs. Eindeutig ist, dass es ihn gibt und dass ein verbessertes Arbeitsgedächtnis praktisch immer Linderung bringt.

Bedeutung des Arbeitsgedächtnisses für die Schule

Die Erforschung des Arbeitsgedächtnis und deren Erkenntnisse sind entscheidend für das Lernen und hat enorme Folgen für unsere Schulen; genauso für Bildung und Erziehung allgemein. Über das Arbeitsgedächtnis eines Schülers Bescheid zu wissen kann für Lehrer sehr von Vorteil sein. Ist es doch ein leistungsfähiges Instrument den Lernerfolg positiv zu beeinflussen und nötigenfalls die nötigen Schritte einzuleiten.

Flüssige Intelligenz und flüssiger IQ

Als Testinstrumentarium zur Messung der flüssigen Intelligenz oder flüssige IQ gibt es einerseits den LIE-KAI-Test von Neuronalfit, (hier kann die kostenlose App: LIE-KAI-Test geladen werden) und der in der Schweiz noch unbekannte AWMA-Test der FTAUC, der vor allem in California eingesetzt wird. Hier gilt es neu die Lehrpläne der Volksschulen nach arbeitgedächtnisfördernden Aufgaben und Konzepten zu durchleuchten und anzupassen. Eine sehr interessante aber auch lohnende Aufgabe für zukünftige Lehrer.

Studie: Wunderkinder haben ein extrem gutes Arbeitsgedächtnis

Während die eine Gruppe von Neuroforschern davon ausgeht, dass Wunderkinder eine genetisch günstige Disposition haben, geht die andere Gruppe davon aus, dass es besondere familiäre oder soziale Bedingungen sind, die Spitzenleistungen ermöglichen.

 

Vertreter der ersten Gruppe verweisen gerne auf den genialen Mathematiker Carl Friedrich Gauß, der aus einfachsten Verhältnissen stammend, zu einem der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit wurde. Wunderkindern wie Goethe oder Mozart hingegen, wurde schon in frühester Kindheit Privatunterricht erteilt, was eine Erklärung für deren großartigen Leistungen in Kindesalter sein könnte. Was trifft nun zu?

Die Faktoren, die Wunderkinder zu dem machen, wurden systematisch untersucht. Die Faktoren sind: Allgemeine Intelligenz; das Arbeitsgedächtnis, das ein spezieller Aspekt der Intelligenz darstellt (sogen. Gf-Faktor), oder eine Art von Autismus.

Aus früheren Forschungen ist bekannt, dass überdurchschnittlich viele Personen, die an Autismus (Asperger-Syndrom) leiden, hochbegabt sind. Die Wissenschaftler Joanne Ruthsatz und Jourdan Urbach haben 2012 insgesamt 8 Wunderkinder ausgiebig befragt und untersucht. Die befragten Kinder haben bereits mit 10 Jahren Großes geleistet, sei es in Kunst, Mathematik oder Musik. Um die klassisische Intelligenz und das Arbeitsgedächtnis zu testen, wurde der Stanford-Binet IQ-Test vorgegeben.

Fazit 1: Der IQ war nur relativ leicht erhöht, der ca 20% über dem Durchschnitt der Bevölkerung lag. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Wunderkinder zwar intelligent sind, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie man es hätte erwarten können.
Fazit 2: Arbeitsgedächtnis (engl: working memory) lag im oberen Extrembereich.

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Bei der Analyse der Arbeitsgedächtnisse der Wunderkinder stießen die Wissenschaftler auf ein verblüffendes Ergebnis: Jedes einzelne der acht Wunderkinder besaß ein Arbeitsgedächtnis, das besser war, als jenes von 99% der Bevölkerung. Jedes der acht Kinder gehört somit zu dem einen Prozent der Bevölkerung mit dem höchsten Arbeitsgedächtnis. Wir erinnern uns dem Arbeitsgedächtnis kommt im Alltag eine Vielzahl von Aufgaben zu, und dient vor allem dazu, Informationen zwischen zu speichern und gleichzeitig mehrere Informationen im Kopf zu behalten und schnell wiederzugeben

Das Positive dieser Studie ist nicht unerwartet.

Arbeitsgedächtnis trainieren und verbessern

Auch wenn die meisten von uns vermutlich zu alt sind um ein Wunderkind zu werden, können wir doch unser Arbeitsgedächtnis durch regelmäßiges Trainieren massiv steigern. In vielen Studien wurde demonstriert, dass Gehirn-Training, wie es die GfG oder Neuronalfit anbietet, in der Lage ist, das Arbeitsgedächtnis dauerhaft und bedeutsam zu steigern. Für die Schulen ist diese Erkenntnis bahnbrechend. Dies führt zwingend zu neuen Trainingsmethoden im Schulunterricht. Rektoren und Schulleiter tun gut daran sich ausgiebig darüber Gedanken zu machen.

Nachhaltiges Gehirntraining hilft

Tipp: Mit dem Spezialangebot Primus-Flex können Sie ein nachhaltiges Gehirntraining absolvieren, was wohl zum Besten gehört was zurzeit auf dem Markt erhältlich ist. Es gibt ein kostenloses und ein günstiges kostenpflichtiges Angebot! Nutzen Sie es. Empfehlenswert ist auch der Anbieter Neuronation, der viele wissenschaftlich fundierte Gehirntrainingübungen anbietet.

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